Forza Fortuna
Fortuna Düsseldorf - Traditionsverein seit 1933 - An dieser Stelle gibt es Immer mal wieder Storys aus der langjährigen Geschichte des Klubs. Als Quelle haben wir uns bedient auf der Homepage von Fortuna Düsseldorf.
Die ersten Jahre
Der Ur-Verein von Fortuna, der am 5.Mai 1895 gegründet wurde, trug weder den Namen Fortuna noch wurde in diesem Verein Fußball gespielt. Der "Turnverein Flingern 1895" hatte sich die "Körperertüchtigung und Bewegung" zum Ziel gesetzt. Erst später kam man zum Spiel mit dem Ball und zum heutigen Namen Fortuna Düsseldorf. Doch nicht die Glücksgöttin Fortuna stand als Namenspatronin Pate, sondern ein Pferdefuhrwerk einer Brotfabrik namens Fortuna, fiel den damaligen Mitbegründern ins Auge.
Zwischen Meisterschaft und Bundeliga-Gründung: 1933 - 1962
In die Zeit von 1933 bis zur Gründung der Bundesliga 1963 fielen der Gewinn der einzigen Deutschen Meisterschaft und nicht weniger als vier Pokalendspielteilnahmen. Viele Spieler begleiteten die Fortuna durch diese Zeit, allen voran Paul Janes, Fortunas Rekordnationalspieler, nach dem 1990 das Stadion am Flinger Broich benannt wurde und Toni Turek, der Torwartheld von Bern. Wer erinnert sich nicht an den Rundfunkreporter Herbert Zimmermann, der beim 3:2-Endspielsieg zum ersten deutschen Weltmeistertitel 1954 ins Mikrofon jubelte:"Turek, du bist ein Teufelskerl, Turek, du bist ein Fußballgott!"
Die deutsche Meisterschaft 1933
Die Helden von Köln-Müngersdorf. In 90 Minuten spielten sie sich als Außenseiter gestartet zur Unsterblichkeit. Noch Jahrzehnte erinnert sich Fortunas Anhang an die legendäre Meisterelf, die am 11. Juni 1933 im Müngersdorfer Stadion in Köln den FC Schalke 04 sensationell mit 3:0 besiegte und die heiß begehrte "Victoria", eine ansehnliche Vorläuferin der häßlichen DFB-Salatschüssel, nach Düsseldorf holte. Und so mancher summt auch heute noch melancholisch vor sich hin: "Wenn der Janes und der Knöd hütt noch Fußball spele döt..."
Erster Aufstieg in die Bundesliga, Pokaltriumphe - und 2 Abstiege: 1963 - 1987
Fortuna gehörte nicht zu den 16 Mannschaften, die für die 1963 neu geschaffene Bundesliga nominiert wurden. Erst drei Jahre später gelingt Fortuna der Aufstieg ins Oberhaus. Doch über einen dritten Platz kommen die Flingerer in 20 Jahren Bundesliga nicht hinaus. Dafür holt sie 1979 gegen Hertha BSC Berlin und 1980 gegen den 1. FC Köln nach fünf vergeblichen Versuchen endlich den DFB-Pokal nach Düsseldorf und schafft es 1979 bis ins Endspiel des Europapokals der Pokalsieger, das nach grossem Kampf denkbar knapp gegen den FC Barcelona. mit 3:4 nach Verlängerung verloren ging. Die folgenden Achtziger-Jahre bringen zunehmend nur noch wenige Highlights und enden 1987 im zweiten Bundesligaabstieg nach 1967.
Fortunas Wandel zur Fahrstuhlmannschaft und der Fall bis in die Oberliga: 1988 - 2002
Die 90er Jahre waren bestimmt durch zahlreiche Auf- und Abstiege, finanzielle Krisen und zahlreiche Trainerwechsel. Dominierende Persönlichkeit in diesen Jahren war Alexandar Ristic, der gleich dreimal als Trainer engagiert wurde. Unter dem Bosnier schaffte die Fortuna zweimal den erneuten Aufstieg in die erste Liga.
Dennoch stieg man nach dem letzten Bundesligaabstieg 1997 zwei Jahre später erneut in die dritte Spielklasse ab. Nachdem 2001 die Klasse nur durch die Lizenzentzüge anderer Vereine gehalten werden konnte, folgte 2002 dann der endgültige Abstieg in die Oberliga.
Es gab aber auch zahlreiche Highlight wie zum Beispiel den Pokalsieg 1979
Im sechsten Anlauf endlich der erste Triumph im DFB-Pokal am 23. Juni 1979 in Hannover
Fortuna Düsseldorf - Hertha BSC Berlin 1:0 (0:0) n.V.
Trotz der Finalniederlage 1978, als Fortuna auch das fünfte Pokalfinale der Vereins-geschichte diesmal gegen den Erzrivalen aus Köln mit 0:2 verlor, hatte die neue Fortuna-Generation den Kopf nicht in den Sand gesteckt und erreichte 1979 zum zweiten mal in Folge und zum sechsten mal insgesamt das Finale des DFB-Pokals.
Da der 1.FC Köln die vorangegangene Saison 77/78 nach dem Finalsieg gegen die Fortuna auch als Meister abschloss, nahm die Fortuna trotz der Endspielniederlage am Europapokal der Pokalsieger teil, und marschierte auch in diesem Wettbewerb erstmals ins Finale, das fünf Wochen vor dem DFB-Pokalfinale 1979 mit 3:4 gegen den FC Barcelona verloren ging. 10.000 Düsseldorfer Fans begleiteten das Team zum Endspiel gegen Hertha BSC Berlin nach Hannover, und waren zuversichtlich, dass die unglaubliche Pechsträhne verlorener Endspiele nun endlich reissen würde.
Das dramatische Europapokalfinale gegen den FC Barcelona in Basel
Im bewegten Leben der Fortuna steht der 16. Mai 1979 für einen der grössten Tage in der Vereinsgeschichte. Zugleich aber steht dieses Datum für eine der schwärzesten Stunden des Klubs. Denn an jenem Mittwoch schickte sich Fortuna im St.Jakob.Stadion von Basel an, europäische Fußballgeschichte zu schreiben, der ganz große Wurf blieb den Fortunen trotz einer großartigen Leistung indes einmal mehr verwehrt. Die Tore von Rexach (103.) und Hans Krankl (111.) sorgten in der Nachspielzeit für den unglücklichen K.O. der aufopferungsvoll kämpfenden Fortunen. Wolfgang Seels Anschlusstreffer zum 3:4 war der letzte Treffer eines denkwürdigen Spiels.
04. Juni 1980 - Endspiel um den DFB-Pokal in Gelsenkirchen
Fortuna Düsseldorf - 1.FC Köln 2:1 (0:1)
Ein Jahr nach dem großen Triumph von Hannover sollte die Fortuna erneut Grund zum Jubeln haben. Trotz einer bis dahin wenig berauschenden Saison schaffte der Verein das Kunststück, zum dritten mal in Folge in das Finale des DFB-Pokals einzuziehen. Das hatte zuvor nur der FC Schalke 04 in der Zeit zwischen 1935 und 1937 geschafft. Nur fünf Vereine gelang es zuvor in der Geschichte des DFB-Pokals den Pokal zweimal in Serie mit nach Hause zu nehmen.
Was damals noch niemand ahnen konnte, es sollte für die folgenden 22 Jahre das letzte mal sein, dass ein Klub den Pokal erfolgreich verteidigen konnte. Erst im Jahre 2002 war es ebenfalls der FC Schalke 04, der den "Pott" zweimal in Folge gewinnen konnte, und damit wohl bei jedem Fortunen nochmal wehmütige Erinnerungen an bessere Zeiten, wie den 4. Juni 1980, wachrief. Das Finale zwischen den beiden rheinischen Rivalen fand wie bereits zwei Jahre zuvor wiederum im Parkstadion von Gelsenkirchen statt.
Nach zehn Jahren Drittklassigkeit ist es endlich geschafft
Fortuna Düsseldorf wird ab August wieder in der Zweiten Bundesliga spielen. Zehn Jahre nachdem der ehemalige Europapokalfinalist den Gang in die Drittklassigkeit antreten musste, gelang den Landeshauptstädtern im letzten Saisonspiel mit einem 1:0-Sieg gegen Werder Bremen II der Aufstieg. Torschütze des Tages war Marco Christ.
In der mit 50.095 Zuschauern ausverkauften LTU arena stürmten nach Schlusspfiff von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus Tausende den Innenraum, um ihren Idolen näher zu kommen. Anschließend ging die komplette Mannschaft auf den Balkon im Bereich der Südkurve, um mit den Fans zu feiern. Am frühen Abend ging es dann ins Stahlwerk, wo bei der Saisonabschlussfeier nochmals 1.500 rot-weiße Anhänger die Aufstiegskicker feierten.

